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Sorrento/Sorrent die Tarantella
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Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Süditaliener und den Sorrentinern
entgeht dieser nicht.
Es ist üblich während der Arbeit, sei es die Bauern, den Mechaniker, den Metzger
als auch die Hausfrauen singen zu hören. Musik macht fröhlich und das Leben im
Allgemeinen leichter. So sind die meisten Lieder und Tänze entstanden. Unter
denen die Tarantella, ein Volkstanz aus Süditalien und besonders der
Region Kampanien und der Stadt
Neapel. Das Gebiet in dem das Volk der Liebe, die Dichter, die Leidenschaft, die
Eifersucht lebt. Alle Gefühle die im Tanz der Liebe vorkommen.
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In Apulien nennt man ihn oft Pizzica, in Kalabrien Viddaneddha, in Sizilien
Curdedda. Selbst in der Region Kampanien hört man manchmal auch die Bezeichnung
Tammuriata nera, in Sorrent heißt er im Volk oft Saltarello. Vermutlich stammt
der Name von der Stadt Tarent in Apulien. Tarent gehörte damals zur Magna Grecia,
groß Griechland, deshalb ist es höchst wahrscheinlich, wie auf den Vasen in
Süditalien abgebildet, dass die Tarantella der Tanz der Anhänger des Kultes
Dionysos ist.
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Der Volksmund leitet den Namen jedoch von „Tarantula“ ab, eine Spinne dessen
Biss sehr schmerzhaft ist. Der wilde Tanz sollte dabei quasi eine Therapie
sein: Die Musiker kamen ins Haus des Patienten oder auf den Marktplatz und
begannen zu spielen; der Gebissene tanzte bis zur völligen Erschöpfung, um das
Gift aus dem Körper zu treiben. Im Wahrheit gibt es keine Spinne dessen Biss
diese Wirkung haben kann.
In Sorrent wird auch behauptet, dass schon die Meerjungfrauen diesen Tanz für
Odysseus getanzt haben.
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Tatsache ist, dass die Tarantella, auch wenn sie unter den Römern und
Christen für eine lange Zeit in Vergessenheit geraten ist, er wieder in Neapel
auf den Straßen aufgeführt wurde. Selbst Goethe, Lord Byron, Ibsens müssen
diesen Tanz bewundert haben. Die Wirkung dieser Musik spiegelt sich aber auch
in der klassischen Musik wider. Selbst Komponisten wie Liszt, Schubert, Chopin
sind in deren Werken von der Tarantella beeinflusst worden. Gioacchino Rossinis
Lied "La Danza" ist eine typische Tarantella. Der Tanz der Tarantella ist ein
Kreistanz, der von einem Sänger geleitet wird.
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Die Tänzer werden von Instrumenten wie Gitarre, Mandoline, Akkordeon,
Tamburine und Kastagnetten begleitet, die den Rhythmus angeben. Die Musik, am
Anfang relativ langsam, wird schneller und schneller. So wie die Musik sich
ändert, so ändert sich auch der Kurs des Tanzes bis schließlich jeder seinem
eigenen Rhythmus folgt.
Die Tarantella sorrentina unterscheidet sich von der anderen, weil sie
prinzipiell ein Liebestanz ist, wo die Paare sich suchen, streiten und
schließlich versöhnen.
Während des Tanzes sind auch Pausen vorgesehen, bei denen typische Volkslieder
gesungen werden.
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